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Beruf

Kein Arbeitgeber fängt dich auf. Deine Lücke ist dein ganzes Einkommen.

Über 4 Millionen Selbstständige in Deutschland haben keinen Anspruch auf EM-Rente.

3.400 EUR

Durchschnittliche Lücke/Monat

Rund 4,1 Millionen Selbstständige und Freiberufler in Deutschland

Selbstständige ohne freiwillige Rentenversicherung haben keinen Anspruch auf EM-Rente. Die Lücke entspricht dem gesamten Nettoeinkommen.

Fallbeispiel: Sabine (38), Grafikdesignerin (selbstständig)

Was du wissen musst

Für Selbstständige ist Berufsunfähigkeit das existenzielle Worst-Case-Szenario. Anders als Angestellte hast du keinen Arbeitgeber, der sechs Wochen Lohnfortzahlung leistet. Ohne freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung hast du keinen Anspruch auf EM-Rente. Deine Lücke ist nicht die Differenz zwischen Gehalt und staatlicher Leistung – sie ist dein komplettes Einkommen.

Dazu kommt: Betriebskosten laufen weiter. Büromiete, Software-Abos, laufende Verträge – sie alle müssen bedient werden, auch wenn kein Umsatz mehr reinkommt. Und selbst wenn du irgendwann wieder gesund bist, sind deine Kunden und Aufträge dann möglicherweise weg.

Viele Selbstständige scheuen den BU-Abschluss, weil die Beiträge hoch erscheinen oder das schwankende Einkommen die Antragstellung kompliziert macht. Aber genau das macht die BU umso wichtiger. Ein Monat ohne Einkommen ist unangenehm. Sechs Monate sind existenzbedrohend. Und die durchschnittliche BU-Leistungsdauer liegt bei knapp 20 Jahren.

Der Lichtblick: BU-Beiträge sind als Sonderausgaben steuerlich absetzbar. Und viele Tarife bieten flexible Lösungen für schwankende Einkommen – etwa die Nachversicherungsgarantie bei Einkommenssteigerungen oder die Möglichkeit, die BU-Rente am durchschnittlichen Einkommen der letzten drei Jahre auszurichten.

Unsere Tipps für dich

1

BU-Rente am Durchschnittseinkommen ausrichten

Nimm das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten zwei bis drei Jahre als Basis. Die BU-Rente sollte 70–80 % davon abdecken. Berücksichtige dabei auch laufende Betriebskosten.

2

Betriebskosten nicht vergessen

Miete, Mitarbeiter, Leasing – diese Kosten laufen auch bei Berufsunfähigkeit weiter. Prüfe, ob du zusätzlich zur BU eine Betriebsunterbrechungsversicherung brauchst.

3

Steuerliche Absetzbarkeit nutzen

BU-Beiträge können als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Die tatsächliche Belastung ist also geringer als der Bruttobeitrag.

4

Krankentagegeld nicht vergessen

Die BU greift bei dauerhafter Berufsunfähigkeit. Für die Zeit davor (Krankheit ohne BU-Anerkennung) brauchst du ein Krankentagegeld, um die ersten Monate zu überbrücken.

BU-Empfehlung für deine Situation

Absicherungshöhe

70–80 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens plus laufende Betriebskosten

Laufzeit

Bis zum Alter von 67 Jahren

Wichtige Klauseln:

  • Nachversicherungsgarantie (bei schwankenden Einkommen besonders wichtig)
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung
  • Umorganisationsklausel prüfen (Selbstständige werden häufig auf Umorganisation verwiesen)
  • Beitragsbefreiung bei Leistungsbezug

Häufige Fragen

Bekomme ich als Selbstständiger EM-Rente vom Staat?

Nur wenn du freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlst und die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren erfüllst. Die meisten Selbstständigen haben keinen Anspruch. Ausnahmen: pflichtversicherte Handwerker, Hebammen, Künstler und Publizisten.

Was kostet eine BU für Selbstständige?

Das hängt stark vom Beruf ab. Freiberufliche Büroberufe (Klasse 1–2) zahlen ab 50–80 EUR im Monat* für 2.000 EUR BU-Rente. Handwerkliche Selbstständige liegen deutlich höher. Das schwankende Einkommen erschwert manchmal die Annahme.

Kann ich BU-Beiträge steuerlich absetzen?

Ja. BU-Beiträge gelten als Sonderausgaben und können in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Der tatsächliche Effekt hängt von deinem Steuersatz ab, liegt aber in der Regel bei 30–40 % der Beiträge.

Was passiert mit meinen Betriebskosten bei Berufsunfähigkeit?

Sie laufen weiter. Büromiete, Mitarbeitergehälter, Leasingverträge und Software-Abos müssen weiter bezahlt werden. Die BU-Rente deckt nur dein persönliches Einkommen ab. Für Betriebskosten gibt es die Betriebsunterbrechungsversicherung.

Was bedeutet die Umorganisationsklausel für Selbstständige?

Bei der Umorganisationsklausel kann der Versicherer prüfen, ob du deinen Betrieb so umorganisieren kannst, dass du trotz Einschränkung weiterarbeiten kannst. Achte darauf, dass diese Klausel fair formuliert ist oder ganz fehlt.

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