Kein Arbeitgeber fängt dich auf. Deine Lücke ist dein ganzes Einkommen.
Über 4 Millionen Selbstständige in Deutschland haben keinen Anspruch auf EM-Rente.
3.400 EUR
Durchschnittliche Lücke/Monat
Rund 4,1 Millionen Selbstständige und Freiberufler in Deutschland
Selbstständige ohne freiwillige Rentenversicherung haben keinen Anspruch auf EM-Rente. Die Lücke entspricht dem gesamten Nettoeinkommen.
Fallbeispiel: Sabine (38), Grafikdesignerin (selbstständig)
Das fehlt dir jeden Monat!
Auswirkungen der Lücke
- Ab Tag 43 (nach Ende der Krankengeldfrist) kein Einkommen mehr
- Miete, Bürokosten und Software-Abos laufen weiter – ohne dass Geld reinkommt
- Kunden warten nicht: Nach drei Monaten sind die Aufträge bei der Konkurrenz
- Als Alleinerziehende ist sie die einzige Einkommensquelle für ihren Sohn Jonas
Was du wissen musst
Für Selbstständige ist Berufsunfähigkeit das existenzielle Worst-Case-Szenario. Anders als Angestellte hast du keinen Arbeitgeber, der sechs Wochen Lohnfortzahlung leistet. Ohne freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung hast du keinen Anspruch auf EM-Rente. Deine Lücke ist nicht die Differenz zwischen Gehalt und staatlicher Leistung – sie ist dein komplettes Einkommen.
Dazu kommt: Betriebskosten laufen weiter. Büromiete, Software-Abos, laufende Verträge – sie alle müssen bedient werden, auch wenn kein Umsatz mehr reinkommt. Und selbst wenn du irgendwann wieder gesund bist, sind deine Kunden und Aufträge dann möglicherweise weg.
Viele Selbstständige scheuen den BU-Abschluss, weil die Beiträge hoch erscheinen oder das schwankende Einkommen die Antragstellung kompliziert macht. Aber genau das macht die BU umso wichtiger. Ein Monat ohne Einkommen ist unangenehm. Sechs Monate sind existenzbedrohend. Und die durchschnittliche BU-Leistungsdauer liegt bei knapp 20 Jahren.
Der Lichtblick: BU-Beiträge sind als Sonderausgaben steuerlich absetzbar. Und viele Tarife bieten flexible Lösungen für schwankende Einkommen – etwa die Nachversicherungsgarantie bei Einkommenssteigerungen oder die Möglichkeit, die BU-Rente am durchschnittlichen Einkommen der letzten drei Jahre auszurichten.
Unsere Tipps für dich
BU-Rente am Durchschnittseinkommen ausrichten
Nimm das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten zwei bis drei Jahre als Basis. Die BU-Rente sollte 70–80 % davon abdecken. Berücksichtige dabei auch laufende Betriebskosten.
Betriebskosten nicht vergessen
Miete, Mitarbeiter, Leasing – diese Kosten laufen auch bei Berufsunfähigkeit weiter. Prüfe, ob du zusätzlich zur BU eine Betriebsunterbrechungsversicherung brauchst.
Steuerliche Absetzbarkeit nutzen
BU-Beiträge können als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Die tatsächliche Belastung ist also geringer als der Bruttobeitrag.
Krankentagegeld nicht vergessen
Die BU greift bei dauerhafter Berufsunfähigkeit. Für die Zeit davor (Krankheit ohne BU-Anerkennung) brauchst du ein Krankentagegeld, um die ersten Monate zu überbrücken.
BU-Empfehlung für deine Situation
Absicherungshöhe
70–80 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens plus laufende Betriebskosten
Laufzeit
Bis zum Alter von 67 Jahren
Wichtige Klauseln:
- Nachversicherungsgarantie (bei schwankenden Einkommen besonders wichtig)
- Verzicht auf abstrakte Verweisung
- Umorganisationsklausel prüfen (Selbstständige werden häufig auf Umorganisation verwiesen)
- Beitragsbefreiung bei Leistungsbezug
Häufige Fragen
Bekomme ich als Selbstständiger EM-Rente vom Staat?
Nur wenn du freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlst und die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren erfüllst. Die meisten Selbstständigen haben keinen Anspruch. Ausnahmen: pflichtversicherte Handwerker, Hebammen, Künstler und Publizisten.
Was kostet eine BU für Selbstständige?
Das hängt stark vom Beruf ab. Freiberufliche Büroberufe (Klasse 1–2) zahlen ab 50–80 EUR im Monat* für 2.000 EUR BU-Rente. Handwerkliche Selbstständige liegen deutlich höher. Das schwankende Einkommen erschwert manchmal die Annahme.
Kann ich BU-Beiträge steuerlich absetzen?
Ja. BU-Beiträge gelten als Sonderausgaben und können in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Der tatsächliche Effekt hängt von deinem Steuersatz ab, liegt aber in der Regel bei 30–40 % der Beiträge.
Was passiert mit meinen Betriebskosten bei Berufsunfähigkeit?
Sie laufen weiter. Büromiete, Mitarbeitergehälter, Leasingverträge und Software-Abos müssen weiter bezahlt werden. Die BU-Rente deckt nur dein persönliches Einkommen ab. Für Betriebskosten gibt es die Betriebsunterbrechungsversicherung.
Was bedeutet die Umorganisationsklausel für Selbstständige?
Bei der Umorganisationsklausel kann der Versicherer prüfen, ob du deinen Betrieb so umorganisieren kannst, dass du trotz Einschränkung weiterarbeiten kannst. Achte darauf, dass diese Klausel fair formuliert ist oder ganz fehlt.
Deine Lücke schließen
Kostenlos und unverbindlich – wir berechnen deine individuelle Lücke.
Einfach. Persönlich. Digital.
100+ Versicherer im Vergleich. Kostenlos, ungebunden, immer an deiner Seite. Wir beraten dich als ungebundener Versicherungsmakler nach §34d Abs. 1 Nr. 2 GewO – vergütet über die Courtage der Versicherer.
- Berufsunfähigkeit
- Haftpflicht
- Altersvorsorge
- Krankenversicherung
- Rechtsschutz
- und mehr